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Hazel
Kurzbeschreibung: Zierliche und hochbeinige, glatt- bis stockhaarige Hündin mit viel Farbe. Unsere Alpha - ein Hund mit dem gewissen Etwas, ruhig, fast unauffällig, ein Blick von ihr reicht aber meistens für andere Hunde, um sie auf Distanz zu halten. Interessiert sich nur für Arbeit, Bälle und den Kunstbau. Gibt es nichts zu tun, ist die Sache für sie erledigt. Arbeitet sachlich ohne Schnörkel, ist 100% verläßlich und geht immer den direkten Weg. Autark und cool im familiären und externen Umfeld, verspielt bis erzieherisch tätig bei den jüngeren Rudelmitgliedern. Im einzelnen: Hazel - Seelenhund und "once-in-a-lifetime-dog". Hazel - von Anfang an ein charismatischer Hund, autark, sich selbst genügend, von Welpenpfötchen an eher erwachsen als verspielt. Immer aufmerksam, aber nie mit “will to please” ausgestattet - eine Herausforderung - nur Aussenstehende konnten sie süß nennen. Immer den Tick zu schnell, zu schlau und zu motiviert, um wirklich verständlich zu sein. Es sollte eine große Aufgabe für mich werden, diesen Hund auszubilden und ein großer Teil meines Wunsches, Wissen über die Rasse weiterzugeben, liegt in dieser Zeit begründet, die nicht immer einfach war. Energie erforderte dieses Bündel von Hund, Auseinandersetzung mit ihren Qualitäten und Eigenschaften und mit meinen eigenen Fähigkeiten, sie zu führen und zu unterstützen. Denn - rückblickend betrachtet - war ich zwar interessiert an Hundesport i.A. - wie es eben so ist, wenn man einen Welpen hat, und einfach alles richtig machen will, aber den Startschuß gab Hazel, die schon als Pimpf mit sechs Monaten brüllend am Rand saß, wenn andere Hunde "hoppi" machten. Irgendwie blieb mir kaum eine Wahl - schlimm war das ja nicht wirklich, weil ich mich auch gerne flott von A nach B bewege, dass es sich allerdings so entwickeln würde, war anfänglich weder klar und noch vorgezeichnet. Heute ist sie ein Hund, der mit all seiner angeborenen Souveränität ihren Fokus auf mich und die Arbeit mit mir richtet, es ist alles so einfach geworden. Hazel hat nie etwas von ihrem Selbstbewußtsein eingebüßt - und so ist sie auch immer diejenige, die mit ihrer Ausstrahlung andere Hunde wie selbstverständlich in ihre Schranken weist. Sie rauft nie von sich aus, es sollte sich aber kein Hund einfallen lassen, sie anzumachen, da kennt sie kein Pardon. Im Rudel ist sie großzügig gegenüber allen anderen Hunden, erzieht die jungen und lebt mit Bambi in einer abgeklärten Gemeinschaft. Hier zeigt sie wirklich wahre Größe, ist eine kluge Chefin und hat einen besonderen Status. Sie ist ein Workaholic - zu Hause die Ruhe in Person, wird der Schalter auf 200% Leistung umgelegt, wenn ihre Themen dran sind: Bällchen werden stundenlang auf dem Platz gesucht (und auch gefunden), Agility und die Arbeit an der Schliefenanlage stehen ganz oben auf der Skala, Spazieren gehen hingegen langweilt eher, ein nicht wirklich charmanter Hund, die Hazel, aber eine wahre Persönlichkeit, mit viel Schneid, einem großen Herzen und ganz viel Selbstbewußtsein ausgestattet. Jetzt ist Hazel bereits 10 Jahre alt, sie ist immer noch ein Überflieger in allem, was sie tut, topfit und gerade wieder einen A3 mit über 4,00 mtr. in der sek. gelaufen - Insider wissen: Das ist wohl mehr als in Ordnung - es gibt also immer noch keine halben oder halbherzigen Sachen. Nervenstark und cool gehen wir zusammen unseren Weg, sie eindeutig cooler als ich. Als sie mit bereits acht Jahren eine wirklich ambitionierte Bauprüfung ablegte, die auch manchen Fachmann begeisterte, waren wir mal wieder unendlich stolz auf diesen Hund, der sein größtes Glück in der Arbeit findet. Hin und wieder merken wir jetzt aber auch, dass sie ruhiger wird, sie tobt nicht mehr so wild durch´s Wasser wie früher - erste kleine Indizien, dass meine Supermaus sich manchmal zurücklehnt und die anderen vorläßt... Abschliessend zitiere ich hier eine Beschreibung von Antje Heller, die einmal versuchte, bestimmte Charakterzüge aus ihr bekannten Zuchtlinien zusammen zu fassen. Die nachfolgende gehört zu Hazel´s Ahnen und trifft es vollkommen: Sie haben in ihrer Jugend mal eine ausgeprägte "Trotzphase", die eine gewisse Hundeerfahrung oder gutes Einfühlungsvermögen erfordert. Sie "fragen" nach ihren Grenzen und sind glücklich diese verständlich vermittelt zu bekommen, was ihnen viel Sicherheit verleiht. Hat man diese Phase erfolgreich gemeistert, hat man den Traumhund schlechthin. Bekommen sie keine Grenzen gezeigt, können sie echt ätzend werden und neigen z.T. auch dazu, ihre vergötterte Person zu beschützen, Artgenossen eifersüchtig abzuwehren, zickig zu reagieren (dabei immer mit "Herzchenblick" zum angebeteten Menschen). Wird dieses Benehmen aber unterbunden (was nicht mal hart, nur konsequent erfolgen muss!) sind sie die Ruhe und Toleranz in Person. Update Mai 2010 Gesundheit: Hazel´s Ellbogen haben sich erholt, trotzdem zögere ich, sie wieder stärker zu belasten. Bezüglich Starts beim Agility schrauben wir sie ganz zurück und überlegen unsere weitere Planung. Update Ende Juni 2010 Sport und Gesundheit: Nach längerer Pause sind wir noch mal mit Hazel in der A3 gestartet. Am Samstag belegte sie einen respektablen 5. Platz mit einem Fehler. Es war ein harmonischer Lauf und wir waren glücklich, dass es so gut gelaufen ist. Am Sonntag hingegen war ihr dann - bei sehr warmen Wetter - die Anstrengung deutlich anzumerken und dieser Lauf war für mich der letzte Start mit ihr in dieser Klasse. Ab sofort wird Hazel als verrückter kleiner Trainingshund dabei sein und mich oder den einen oder anderen Anfänger in den Wahnsinn treiben. Ob man sie noch mal auf einem Turnier starten sehen wird, das lassen wir einfach offen. Damit verabschiedet sich eine wunderbare, durchgeknallte und immer leistungsbereite Hündin aus der Szene. Wir sind unsagbar traurig, nicht, weil wir Wert auf Starts legen, sondern weil es das Ende von etwas und der Anfang von etwas anderem ist. Prüfungen:
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